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Frühjarskonzert 10 Mai 2026

„Klänge Skandinaviens“, so lautete das Motto des diesjährigen Frühjahrskonzerts des Collegium Musicum Bad Honnef, welches traditionsgemäß am Muttertag, dem 10. Mai um 17.00 Uhr im Kursaal, der „guten Stube“ der Stadt, ein volles Haus garantierte. Im Zentrum stand das Klavierkonzert a-moll des norwegischen Komponisten Edvard Grieg (1843 – 1907), der wohl als der bedeutendste und erfolgreichste skandinavische Komponist bezeichnet werden kann. Solist dieses fulminanten und sehr virtuosen Werkes war der Honnefer Pianist Thomas Solzbacher. Dieser hatte den Charakter der von Grieg in vielen seiner Werke verarbeiteten norwegischen Volksmusik sehr verinnerlicht und konnte die häufig wechselnden Stimmungen und Tempi dem Orchester hervorragend vermitteln und somit das Werk in seiner Farbigkeit und Leuchtkraft spannungsvoll gestalten. Ergänzt wurde die 1. Konzerthälfte durch 2 weitere Werke von Grieg, nämlich den „Frühling“ aus „Elegische Melodien“ und 2 Norwegische Tänze. Während der Frühling eher melancholisch und expressiv anmutete, wirkten die Tänze, welche „alte und neue Bergmelodien“ widerspiegeln, sehr volkstümlich.

Nach der Pause wurde mit den ersten beiden Stücken erstmalig das Junge Collegium Musicum vorgestellt. Dieses wurde im Anschluss an das erfolgreiche „Hänsel und Gretel“ Projekt des vergangenen Jahres vom Orchester in Kooperation mit der Musikschule ins Leben gerufen. Es steht unter der Leitung der hervorragenden Bratschistin Hiltrud Hampe, die 2025 aus Frankfurt nach Honnef zog und die sich freundlicherweise für unser Orchester musikalisch enorm engagiert. Finanzielle Unterstützung für dieses neue Projekt bekommt das C.M. von der Bürgerstiftung Bad Honnef, wofür sich die Vorsitzende Adelheid aufm Kampe auf das herzlichste bedankte. Gemeinsam mit der Jugend spielte das Orchester zum einen die „Valse triste“ von Jean Sibelius, an diesem Abenddas einzige Stück, welches nicht aus der Feder Griegs stammt. Zum anderen wurde Griegs Huldigungsmarsch in einer vereinfachten Musikschulfassung aufgeführt. Hiermit wollte das Orchester seinem langjährigen Dirigenten Rolf Beitzel huldigen, der sich an diesem Abend in seiner Funktion als Dirigent in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete. Über fast 22 Jahre hatte Beitzel sein Orchester mit viel musikalischem und menschlichen Geschick durch die Höhen und Tiefen des Orchesterspiels manövriert und dieses zu einem für „streicherische Laien“ erstaunlich hohen Niveau geführt. Dafür dankte Adelheid aufm Kampe im Namen des Orchesters von ganzem Herzen und versicherte, dass die Orchestermitglieder das Gelernte noch viele Jahre tief in ihrenKöpfen, Fingern und Herzen bewahren würden.

Griegs Peer Gynt Suite Nr. 1, Bühnenmusik zu einem Drama von Henrik Ibsen, bildete den krönenden Abschluss des „nordischen Abends.“ Beginnend mit den wunderschönen und weltbekannten Melodien der „Morgenstimmung“ bildete das fulminante Endstück „In der Halle des Bergkönigs“ mit großer Bläser- und Schlagzeugbesetzung einen wilden Abschluss, der vom Publikum mit stehenden Ovationen bedacht wurde.

Als lautstark geforderte Zugabe spielte das Orchester noch den von den Zuhörern mitgeklatschten Valdres-Marsch von Hanssen. Mit diesem Ohrwurm gingen alle Beteiligten bester Laune zur danach geplanten Abschiedsfeier für den Dirigenten. Da hier noch 4 weitere Orchestermitglieder in den Ruhestand verabschiedet wurden, kann vom Ende einer Ära gesprochen werden, an die sich alle noch lange erinnern werden. Umso schöner ist es jedoch zu wissen, dass es mit frischem Blut weitergeht: Die Leitung des Orchesters wird Konrad Kluge, der Ehemann der 2. Geigerin Valerie Klevenz, übernehmen und mit dem Jungen Collegium stehen neue StreicherInnen in den Startlöchern, die langfristig vielleicht die Rolle der ausgeschiedenen Mitglieder übernehmen können.

Collegium Musicum Bad Honnef

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